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Eines der meist unterschätzten Alben - wunderschön traurig
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Razorblade Suitcase (Audio CD) Als Bush 1994 mit ihrem Debut "Sixteen Stone" auf den Plan traten, hatte Kurt Cobain grade den Abgang gemacht und alle hinterbliebenen Grunge-Kids, die nun einen adäquaten Nirvana-Ersatz suchten, schmissen sich auf die Briten. Seitdem hatte die Band auf Ewig ihren Stempel weg, wurde von Musikjournalsiten immer als Trittbrettfahrer abgetan und ihre Veröffentlichungen waren Kritikern nie mehr als ein bloßes "solide" wert. Dabei haben Bush vor allem auf ihrem 2. Album eine Menge zu bieten. Schon der Opener "Personal Holloway" bricht, nach kurzem Hundegeknurre, mit einem knarzigen Riff los dass sofort aufhorchen lässt. Auch "A Tendency to start Fires", "Mouth" oder der Tanzflächenfeger "Greedy Fly" zählen zu den härteren Songs des Albums, während "Swallowed" oder "Cold Contagious" eher in seichteren Gewässern fahren. "Insect Kin" ist einer der besten Songs des Albums, da er mit lauten Gitarren und Schrei-Gesang anfängt und zum Ende plötzlich in einen wunderschön melancholischen Streicherpart umbricht. Stellvertretend für die Platte ist der "garagige" oder "schrammelige" Sound, der auf die Arbeit von Produzent Steve Albini zurückzuführen ist, welcher schon den Alben von Helmet, den Pixies oder eben Nirvana einen rauhen Sound verpasste. Doch obwohl Albini sich im Nachhinein von dem Album distanzierte und jeder über den unpolierten Sound meckerte, so empfinde ich diesen Fakt eher als ganz großen Pluspunkt. Denn durch die ungleiche Paarung von schrammeligen Riffs, schrägen Gitarrensolos und scheppernden Drumms im Kontext mit warmen Geigen und Cello-Klängen, hat dieses Album einen ganz eigenen Charme. Zudem fällt auf, dass das Album ab der Hälfte (etwa ab "Mouth") mehr und mehr ruhigere Töne anschlägt und so Gavin Rossdales markant-melancholische Stimme wunderbar zum tragen kommt. Dadurch entfaltet das Album besonders an kalten und verregneten Tagen eine wunderschön traurige Atmosphäre (vor allem die Ballade "Bonedriven"), und macht es für mich zu einem der unterbewertetsten Alben der 90er. Denn "Razorblade Suitcase" ist definitiv authentischer und klingt eher nach den großen Seattle-Bands, als der glasklar prodzuierte Sound von Combos alá 3 Doors Down, Creed, Fuel oder was uns sonst heutzutage noch alles als Post-Grunge verkauft wird.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 14. Juli 2004 | | |
| | | | | | | Kundenrezensionen: | | | 3. | Eines der meist unterschätzten Alben - wunderschön traurig (die aktuell angezeigte Rezension) | | 2. | das absolut Beste | | 1. | Bush rules! | | |
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